FTP

Um gleich zu Anfang manchen die Zeit des Lesens zu ersparen: Hier gehts um Technik, und: Im Prinzip braucht man es nicht. ABER! Ich will nicht mehr ohne…

FTP steht für „File Transfer Protocol“ (dt. Dateiübertragungsprotokoll) und wird benutzt, um Dateien direkt auf einen Server hoch- bzw. von einem Server herunterzuladen. Wer zufrieden mit dem WordPress-eigenen Upload-Programm ist, der kann hier eigentlich direkt aufhören zu lesen. Aber der direkte Serverzugang via FTP bietet auch einiges an Vorteilen, darum soll es hier gehen.

Zum Beispiel gibt es, abhängig vom jeweiligen Provider, ein Uploadlimit für Dateigrößen. Möchte man nun aber ein großes Foto, eine große PDF-Datei oder Ähnliches hochladen, kann man dies über die FTP Verbindung machen. Außerdem kann man so, ähnlich wie auf dem heimischen PC, den Speicherplatz und die Ordnerstruktur selbst bestimmten. Wenn WordPress also automatisch alle Uploads in Ordnern nach Jahren und Monaten sortiert, kann man selbst nun auch thematisch ordnen, was das Wiederfinden sehr erleichtern kann.

Außerdem kann so unschönen Links vorgebeugt werden. Möchte man beispielsweise ein PDF zum Download anbieten, kann man dies über den üblichen Weg hochladen, arbeitet dann allerdings mit einem Download-Link, der wie folgt aussieht: www.coaching-wordpress.de/wp-content/uploads/2015/02/pdf-name.pdf

Wäre nicht www.coaching-wordpress.de/download/pdf-name.pdf schöner?

Ein weiterer Vorteil einer FTP Übertragung ist die Schnelligkeit. Solche Up- oder Downloads gehen in der Regel wesentlich schneller, als über die normale WordPress-Funktion. Außerdem kann so auf dem Server ein von der Installation unabhängiger Ordner angelegt werden, in dem private Dateien wie Fotos und Dokumente gesichert werden können.

Ein sehr weit verbreitetes und kostenloses Programm für solche Übertragungen ist FileZilla (filezilla-project.org), welches ich auch sehr gerne nutze.

Die Benutzeroberfläche von FileZilla sieht auf den ersten Blick vielleicht etwas unübersichtlich aus, aber eigentlich ist es ganz logisch:
In dem oberen breiten Feld wird der Status der Verbindung angezeigt. Darunter auf der linken Seite der Explorer (Windows) oder Finder (Mac) des eigenen PCs, auf der rechten Seite die Ordnerstruktur des Servers. Im unteren breiten Fenster wird die Warteschlage an zu übertragenden Dateien aufgelistet. Dateien können nun ganz simpel per Drag&Drop von einer Seite auf die andere bewegt und somit zwischen eigenem PC und Server übertragen werden.

Den angezeigten Pfad kann man einfach kopieren und als Link benutzen.

In vielen Webhosting-Paketen ist auch ein FTP-Zugang inbegriffen, nur wenige Anbieter lassen dies noch nicht zu. Um seinen FTP-Zugang zu erhalten, wendet man sich also am besten an seinen Anbieter.

Neben all diesen Vorteilen ist es auch einfach mal interessant zu sehen, wie die Ordnerstruktur so einer WordPress-Installation aussieht. So viel zu meinem Plädoyer für die FTP-Nutzung…

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